Neue Geschäftsführerin für die Arbeitslosenselbsthilfe

Stabübergabe:
Wolfgang Terwey geht Ende des Monats in Ruhestand. Seine Nachfolgerin Susanne Kohlmeyer
hatte ein Jahr Zeit, sich in die vielfältigen Aufgaben der gemeinnützigen Gesellschaft einzuarbeiten.

 

Gütersloh (jahu). Kein Aprilscherz, sondern ein Führungswechsel: Am 1. April übernimmt Susanne Kohlmeyer die Geschäftsführung der ash gGmbH von Wolfgang Terwey, der zum Monatsende in den Ruhestand geht. 33 Jahre lang stand Wolfgang Terwey an der Spitze der gemeinnützigen Gesellschaft, die 1985 unter dem Namen „Arbeitslosenselbsthilfe Gütersloh e.V.“ gegründet wurde. Nun, mit 64 Jahren, sieht Terwey seine Mission als erfüllt. Die ash ist heute ein zertifizierter Bildungsträger und Dienstleister im Rahmen von Berufsorientierung, Beratung, Qualifizierung und Beschäftigung unter anderem für die Agentur für Arbeit und das Job-center des Kreises Gütersloh.
Susanne Kohlmeyer ist nach ihrer Promotion im Fach Psychologie seit Januar 2018 bei der ash angestellt. „Wolfgang Terwey hat sich viel Zeit genommen für die Übergabe“, so Kohlmeyer. „Das war für mich ein besonderer Komfort – aber auch notwendig bei der Komplexität“. Der soziale Bereich sei schon immer ihr Steckenpferd gewesen, sagt die 52-Jährige. Sie wird die ash wie bisher mit Jürgen Delker und Angelika Grahl im Team weiter führen. „Die beiden werden bis Mitte 2021 ausscheiden, dann wird sich alles bei mir bündeln“, so Kohlmeyer.
Der Name Arbeitslosenselbsthilfe bilde heute gar nicht mehr das gesamte Portfolio ab, das die ash mit ihren knapp 100 Mitarbeitern und 46 Auszubildenden habe. „Wir haben uns von einem Beschäftigungsträger zu einem Bildungsträger entwickelt“, sagt Jürgen Delker. Jährlich befin-den sich 2.500 bis 2.700 Teilnehmer in den verschiedensten Maßnahmen. „Das ist hier schon ein mittelgroßes Unternehmen“, so Kohlmeyer.
Die Tätigkeit der ash mit den drei Beschäftigungsfeldern Bildung, Beratung und Beschäftigung, beziehungsweise Wiederherstellen von Beschäftigungsfähigkeit, reicht über die Stadt Gütersloh hinaus. „Wir sind mit den mobilen Recyclinghöfen Partner der Städte im Nordkreis“, so Delker. Neben dem Sozialkaufhaus Fundus in Gütersloh betreibt die ash noch „Möbel und Mehr“ in Steinhagen und „La Mina“ in Schloß Holte-Stu-kenbrock. Auch die Radstation und das Repair-Café gehören zu den Beschäftigungsprojekten. „Wir werden das Upcycling weiter stärken“, so Kohlmeyer.
Thema für die Zukunft werde die Weiterbildung sein, so die neue Geschäftsführerin.„Da haben wir einen hohen Bedarf.“ Besonders im Niedriglohnsektor würden durch die Digitalisierung viele Arbeitsplätze wegfallen. „Wir sehen uns da als Teil der Lösung“, sagt Kohlmeyer. Die Philosophie der ash sei es, dass jeder Mensch wertvoll sei und Schätze in sich trage. Es sei das Ziel, jeden dabei zu begleiten, diese Schätze zu entfalten und Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Artikel aus der Neuen Westfälischen vom 28.03.2019

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